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Monat 0 · September 2026

Fünf Ideen, null Umsatz

Das ist der erste Bericht einer Serie, die es sonst so nicht gibt: Jeden Monat, am Fünften, stehen hier die Zahlen von Let's Go Business – Umsatz, Ausgaben, Stunden und die eine Entscheidung, die den Monat geprägt hat. Auch dann, wenn die Zahlen sinken. Dieser Bericht ist der Nullpunkt: Er erscheint, bevor die erste Geschäftsidee verkauft wurde.
Geplant war: bis zum 1. Oktober eine Website, die täglich eine Geschäftsidee für 5 € verkauft, ein Newsletter, der die Kurzfassung morgens um halb sieben verschickt, ein Instagram-Konto, das sie abends zeigt, und ein Vorrat von fünf fertigen Ideen. Passiert ist: genau das, mit einem Tag Luft. Am 30. September stehen fünf Ideen im Vorrat, jede mit Seite, Produkt, geplanter Newsletter-Ausgabe und geplantem Beitrag, 1. bis 5. Oktober. Was nicht passiert ist: Werbung. Das war so gewollt.

Die Zahlen

Immer dieselbe Aufstellung, auch wenn Nullen darin stehen. Stand 30. September 2026, Aufbauphase seit dem 15. August. Vergleichswerte gibt es noch nicht – das hier ist der erste Monat.
Umsatz
0 €
Ausgaben seit 15. August
rund 220 €
Ergebnis
rund −220 €
Arbeitsstunden
71
Umsatz und Ausgaben
  • Geschäftsideen zu 5 €: 0 € aus 0 Verkäufen – der Verkauf beginnt am 1. Oktober
  • Laufende Werkzeuge und Dienste: 150,90 € je Monat – Onepage 39,90 €, GetResponse 16 €, Claude Max 90 €, Hosting und Domain 5 €, Metricool und Digistore24 ohne Grundgebühr; seit dem 15. August sind das anderthalb Monatsraten, abgerundet rund 220 €
  • Einmalige Ausgaben: 0 € – Logo und Illustrationen selbst gemacht, keine Agentur, kein Stockmaterial
  • Werbung: 0 € – bewusst noch nicht gestartet
Reichweite und Aufwand
  • Besucher mit Einwilligung: 0 · Klicks aus der Suche: 0
  • Newsletter: 0 Zugänge, 0 Abgänge, Bestand 0
  • Instagram-Follower: 0
  • Veröffentlichte Ideen: 0 von 0 geplant – 5 gebaut und für den 1. bis 5. Oktober eingeplant
  • Arbeitsstunden: 71 – Konzept und Projektsteuerung 12, Website 15, Baulauf und Werkzeuge 15, fünf Ideen 15, Newsletter 4, Instagram 3, Bezahlsystem 3, Gestaltung 4
Was funktioniert hat

Das Fließband: von Tagen auf eine halbe Stunde

Die erste Idee hat mit allen Korrekturrunden mehrere Tage gebraucht. Die fünfte lief in zwei Tagen von der Recherche bis zum eingeplanten Beitrag – und der eigentliche Bau, vom fertigen Text bis zu PDF, drei Bildern, sechs Slides und Newsletter-Ausgabe, dauert heute eine halbe Stunde. Das liegt nicht an schnellerem Arbeiten, sondern daran, dass jede einmal entschiedene Regel in eine Vorlage oder eine Prüfung gewandert ist. Der Baulauf prüft 13 Dinge, bevor er ein PDF freigibt.
Die Steuerungsdatei. Eine einzige Datei mit 20 Abschnitten, in der jede Entscheidung mit Datum und Begründung steht. Wenn nach drei Wochen eine Frage wiederkommt, steht die Antwort dort, mit dem Grund.
Seiten statt PDFs für die Berichte. Das hier ist eine Seite, kein Download. Ein PDF wird nicht gefunden, nicht geteilt und selten gelesen; eine Seite steht dauerhaft im Netz und bringt Besucher, die anschließend die Ideen sehen.
Was nicht funktioniert hat

Keine Zeiterfassung – und drei Beiträge, die fast gefehlt hätten

Keine Zeiterfassung. Die 71 Stunden kommen aus dem Gedächtnis, rückwärts gerechnet über sieben Wochen. Das ist die wichtigste Kennzahl dieser Serie, und sie ist im ersten Monat die unsicherste – eher zu niedrig als zu hoch. Ab Oktober werden die Stunden freitags notiert.
Die ersten drei Ideen haben jede Regel einzeln gelernt. Logo, Nummernschreibweise, Form des Blätterstapels, Position des Merksatzes – jedes davon eine Korrekturrunde. Preis: rund zehn Stunden, die bei Idee vier und fünf nicht mehr anfielen.
Idee vier war zu lang, das Cover von Idee fünf zu breit. 30 Seiten bei einer Grenze von 26, zwei Kürzungsrunden; ein Titel, der nicht auf den Instagram-Slide passte. Preis: vier Stunden und zwei neue Regeln – ein Zielwert von 22 bis 24 Seiten und der Newsletter-Betreff aus dem Produktnamen statt aus dem Cover.
Drei Instagram-Beiträge waren am letzten Tag nicht eingeplant. Die Beiträge für den 1., 2. und 3. Oktober lagen fertig auf der Festplatte, aber nicht im Planer. Aufgefallen am 30. September bei der Zählung der geplanten Beiträge für Idee fünf. Preis: eine Stunde und ein Beinahe-Loch am ersten Tag der Serie.
Die Vorschaubilder waren im falschen Format. Zwei Seiten zeigten beim Teilen ein leeres Bild. Preis: zwei Stunden für alle fünf Seiten und eine feste Regel im Bildstandard.
Konsequenz: Die Zählung der geplanten Beiträge ist jetzt fester Teil jedes Wochenlaufs, und Stunden werden nicht mehr rekonstruiert.
Entscheidung des Monats

Erst das Fließband, dann die Reichweite

Entschieden wurde: kein Start, bevor fünf Ideen fertig sind, jede Seite steht, Newsletter und Instagram für fünf Tage geplant sind und der Tageslauf ohne Handgriff durchläuft. Der Preis dafür sind null Besucher am 30. September – niemand kennt die Seite, weil niemand eingeladen wurde.
Der Gewinn ist, dass die erste Woche läuft, während die sechste Idee entsteht – und nicht die erste Idee, während die Website noch wackelt. Eine Serie, die täglich eine Idee ankündigt, verliert beim ersten ausgefallenen Tag mehr, als sie mit einer Woche früherem Start gewinnt.
Die verworfene Alternative
Im September wäre es leicht gewesen, mit zwei fertigen Ideen zu starten, Werbung zu schalten und den Rest unterwegs zu schreiben. Das war verlockend, weil der 1. Oktober als Starttag feststand.
Dagegen sprach: Das Fließband ist das Produkt. Die Reichweite kommt, wenn es hält – und nicht vorher.

Was ich mir für Oktober vornehme

  • Täglich eine Geschäftsidee, vom 1. Oktober an – ab dem 6. Oktober wird jede Idee in dem Tempo geschrieben, in dem sie gebraucht wird
  • Stunden freitags notieren, Ausgaben und Wochenzahlen dazu, damit Bericht 1 mit erfassten statt erinnerten Werten kommt
  • Erste Zahlen lesen, nicht bewerten: Wer öffnet den Newsletter, welche Themenwelt zieht – es werden kleine Zahlen sein
  • Die Personenseite hinter dem Impressum aufbauen, damit „Wer dahintersteht“ auf jeder Ideenseite auf etwas zeigt
  • Keine Werbung – erst wenn vier Wochen lang jeden Tag eine Idee erschienen ist, wird Geld für Reichweite ausgegeben
Bericht 1 erscheint am 5. November, mit Vergleich zu diesem Nullpunkt. Auch das, was ich streichen musste.

Was diese Serie zeigt und was nicht

Festgelegt im September 2026, gültig für jeden Bericht. Jeder Bericht erscheint am Fünften des Folgemonats, im gleichen Format – auch in Monaten mit sinkenden Zahlen.
Gezeigt wird
  • Umsatz und Verkäufe gesamt und je Produktgruppe
  • Newsletter-Bestand mit Zugang und Abgang, Follower je Kanal
  • Besucher mit Einwilligung und Klicks aus der Suche
  • Arbeitsstunden und Ausgaben je Posten mit Werkzeugnamen
  • Die Entscheidung des Monats mit der verworfenen Alternative
  • Jeder Fehler mit Preisschild
Nicht gezeigt wird
  • Private Finanzen und Einkommen aus anderen Quellen
  • Namen von Menschen, die mitarbeiten, ohne deren Zustimmung
  • Verkäufe je einzelner Idee – die Summe je Produktgruppe reicht, einzelne Ideen werden nicht öffentlich zu Gewinnern und Verlierern erklärt

Einordnung

Alle Zahlen in diesem Bericht stammen aus diesem Projekt und beziehen sich ausschließlich darauf. Sie sind keine Vorlage, kein Versprechen und kein Maßstab für ein anderes Vorhaben.
Der Bericht ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Für deinen unternehmerischen Erfolg bist du selbst verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr.