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Geschäftsidee Nr. 0007 · Essen, Backen & Genuss

Marmelade verkaufen nebenberuflich: Eingekochtes aus regionalem Obst in Kleinserie

Ein Korb Zwetschgen von der Streuobstwiese, ein großer Topf, zwanzig Gläser: Mehr braucht es nicht, um aus Obst von nebenan ein Produkt zu machen, das auf dem Wochenmarkt für fünf Euro über den Tisch geht. Diese Geschäftsidee zeigt, wie du Marmelade und Chutney in kleinen Chargen in deiner eigenen Küche kochst und auf dem Wochenmarkt, im Hofladen und per Vorbestellung in der Nachbarschaft verkaufst – mit 6 bis 10 Stunden in der Woche und 150 bis 600 € Startkapital.
5 € inkl. MwSt. · 24 Seiten · Zahlung über Digistore24 · Download sofort verfügbar
Illustration: Marmeladenglas mit Etikett und zwei Früchten, daneben Einkochtopf und Marktstand-Dach
Startkapital
150–600 €
Zeitaufwand
6–10 h/Woche
Modelltyp
Physisches Produkt
Kleinunternehmer
Ja, bleibt deutlich darunter

Worum es geht

Marmelade gibt es in jedem Supermarkt – aber nicht aus den Quitten vom Ortsrand oder den Zwetschgen der Streuobstwiese. Genau das ist der Unterschied, den du verkaufst: eine Frucht, die es im Regal nicht gibt, ein Rezept mit Charakter und ein Gesicht am Stand, das erzählt, wo das Obst gewachsen ist. Dafür zahlen Menschen das Dreifache des Supermarktpreises – als Geschenk, Mitbringsel oder Sonntagsfrühstück, nicht als Aufstrich für jeden Tag.
Du kochst an einem Abend in der Woche eine Charge von 20 Gläsern in deiner eigenen Küche, vier bis sechs Sorten, ein oder zwei davon Chutneys für die herzhafte Seite. Verkauft wird an drei Orten in deinem Umkreis: alle zwei Wochen ein Tagesstand auf dem Wochenmarkt, ein Hofladen oder Regionalregal mit Nachlieferung und Vorbestellungen aus der Dorf- oder Nachbarschaftsgruppe mit Abholung an der Haustür. Kein Onlineshop, kein Versand – das hält Etikett und Preisangabe einfach.

Warum jetzt – und warum das Glas vom Markt

Seit dem 14. Juni 2026 darf handgekochte Erdbeer- oder Zwetschgenmarmelade nach der neuen Konfitürenverordnung wieder „Marmelade“ heißen – jahrzehntelang war das Wort im Handel Zitrusfrüchten vorbehalten. Gleichzeitig gilt ein höherer Mindestfruchtgehalt von 450 Gramm je Kilo, den das klassische 1:1-Rezept ohnehin erfüllt. Im Ernährungsreport 2025 des Bundeslandwirtschaftsministeriums sagen 77 Prozent der Befragten, dass sie auf regionale Herkunft achten, bei Obst und Gemüse 83 Prozent. Der Massenmarkt für Konfitüre schrumpft dagegen leicht und wird älter. Das Glas aus dem Supermarkt wird seltener gekauft – das Glas vom Markt mit Geschichte und Gesicht nicht.

Der Punkt, den fast niemand sagt

Wer Gläser befüllt und an Verbraucher abgibt, bringt Verpackungen in Verkehr – und muss sich im Verpackungsregister LUCID registrieren und an einem dualen System beteiligen, auch ohne Versand und ohne Mindestmenge. Seit dem 12. August 2026 gilt dafür die EU-Verpackungsverordnung mit dem neuen Durchführungsgesetz; eine Bagatellgrenze gibt es nicht. Die Registrierung ist ohne Gebühr, die Systembeteiligung kostet bei ein paar hundert Gläsern im Jahr einen kleinen zweistelligen Betrag. Fast jeder Ratgeber übersieht das – wer ohne Registrierung verkauft, riskiert ein Vertriebsverbot.

Grobe Zahlen

Ein 230-ml-Glas Marmelade kostet am Stand 4,50 bis 5,50 Euro, ein Chutney 6,50 Euro, das Geschenkset aus drei Gläsern 15 Euro. Der Wareneinsatz liegt bei rund 1,45 Euro je Glas – Obst, Gelierzucker, Glas mit Deckel und Etikett. In der Modellrechnung bringen zwei Markttage, ein Hofladen und Vorbestellungen rund 500 Euro Umsatz im Monat, im Advent mit Geschenksets deutlich mehr; realistisch ist eine Spanne von 300 bis 800 Euro im Monat. Im ersten Jahr, mit Anlaufzeit, rund 6.000 bis 8.000 Euro Umsatz. Das Startkapital: 150 bis 600 Euro, je nachdem, ob du mit eigenem Marktstand startest.
Die vollständige Kalkulation je Glas, die fünf Anmeldungen, die beiden Etikettbeispiele für Marmelade und Chutney, die Verkaufswege und der 30-Tage-Plan stehen in der Anleitung.
Der Kern in einem Satz
Seit Juni 2026 darf handgekochte Marmelade wieder Marmelade heißen – und das Obst von nebenan ist der Unterschied, den kein Supermarkt nachkocht.

Für wen das passt – und für wen nicht

Diese Idee ist nicht für jeden gedacht. Wenn rechts etwas auf dich zutrifft, spar dir die 5 €.
Passt zu dir, wenn …
Du gern kochst und sauber und gleichmäßig arbeitest – jede Charge sieht aus wie die andere
Du Obst aus Garten, Streuobstwiese oder Nachbarschaft bekommst – das ist dein Unterschied zum Supermarkt
Du samstags gern am Stand stehst und mit Kunden redest – der Stand verkauft, nicht das Glas
Du Ordnung als Ergebnis siehst – Chargenbuch, Etikett und Kassenbericht gehören dazu wie der Topf
Lass es, wenn …
Du einkochen willst, aber nicht verkaufen – die Küche ist die Vorarbeit, der Verkauf das Geschäft
Du online verkaufen und verschicken willst – dann werden Nährwertdeklaration und Grundpreis Pflicht
Dir Behördenpost und Etikettenregeln zu viel sind – fünf Stellen und ein Etikett stehen am Anfang
Du mit „gesund“ oder „ohne Zusatzstoffe“ werben willst – solche Aussagen sind streng geregelt

Was in der Anleitung steht

17 Kapitel auf 24 Seiten, mit Quellenverzeichnis. Kein aufgeblähter Ratgeber, sondern das, was du vor dem ersten Markttag wirklich klären musst – vom Rezept über das Etikett bis zum Verpackungsregister.
  1. Worum es geht
  2. Warum gerade jetzt
  3. Für wen das passt
  4. Dein Kunde
  5. Deine Positionierung
  6. Angebot, Preise und Kalkulation
  7. Was du zum Start brauchst
  8. Anmeldungen und Pflichten
  9. Kennzeichnung
  10. Kleinunternehmer-Check
  11. Umsetzung
  12. Deine ersten 30 Tage
  13. Wo du verkaufst
  14. Eine Modellrechnung für das erste Jahr
  15. Was typischerweise schiefgeht
  16. Deine Checkliste
  17. Wie es weitergeht
Gefächerter Stapel Papierbögen mit dem Titelblatt der Anleitung „Marmelade & Chutney in Kleinserie verkaufen“.
24 Seiten · 17 Kapitel · 42 belegte Quellen
PDF zum Download, sofort nach dem Kauf verfügbar
Enthalten: die Rezeptregel, mit der dein Glas seit Juni 2026 „Marmelade“ heißen darf, die Kalkulation je Glas mit belegten Preisen, die fünf Anmeldungen in der richtigen Reihenfolge inklusive Verpackungsregister, zwei fertige Etikettbeispiele für Marmelade und Chutney, der Kleinunternehmer-Check, drei Verkaufswege ohne Onlineshop, ein 30-Tage-Plan, die Modellrechnung für Markttag, Monat und Advent und die typischen Fehler
Die vollständige Anleitung · 24 Seiten

5 € – und du weißt, was zu tun ist

Mit der Rezeptregel für das Wort „Marmelade“, der Kalkulation je Glas, den fünf Anmeldungen inklusive Verpackungsregister, zwei Etikettbeispielen für Marmelade und Chutney, den Verkaufswegen, einem 30-Tage-Plan, der Modellrechnung und 42 belegten Quellen. Sofort nach dem Kauf als PDF verfügbar.
5 € inkl. MwSt. · Zahlung über Digistore24 · sofortiger Download, keine Anmeldung nötig

Wer dahintersteht

Hinter Let´s Go Business steht Ronny Schurm mit der Lucky Rebels Projekt GmbH. Jede Geschäftsidee wird recherchiert, gegengelesen und mit Quellen belegt, bevor sie erscheint. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei einer Person mit Namen und Impressum.

Dieses Geschäft wird gerade selbst aufgebaut – öffentlich und mit Zahlen. Jeden Monat erscheint ein Bericht: was geplant war, was passiert ist, was funktioniert hat, was nicht funktioniert hat und was es gekostet hat. In Stunden und in Euro.

Der Aufbau zum Mitlesen

Umsatz, Ausgaben, Arbeitsstunden und die Entscheidung des Monats – auch dann, wenn die Zahlen sinken.

Zu den Aufbau-Berichten

Häufige Fragen

Was bekomme ich für die 5 € genau?
Wie bekomme ich die Anleitung nach dem Kauf?
Darf ich Marmelade aus meiner eigenen Küche verkaufen?
Muss meine Erdbeermarmelade „Konfitüre“ heißen?
Brauche ich die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz?
Was muss auf dem Etikett stehen?
Muss ich mich wirklich im Verpackungsregister anmelden, wenn ich nur auf dem Markt verkaufe?
Warum nicht online verkaufen?
Was kann ich damit verdienen?
Ist die Anleitung eine Rechts- oder Steuerberatung?

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Einordnung

Alle Zahlen auf dieser Seite und in der Anleitung sind Schätzwerte und Modellrechnungen auf Basis marktüblicher Werte – keine Prognose und kein Versprechen. Wir können nicht vorhersagen, welchen Umsatz oder Gewinn du erzielst; das hängt von Region, Obst, Stand, Preis, Verlässlichkeit, Wettbewerb und vielen weiteren Faktoren ab. Für deinen unternehmerischen Erfolg bist du selbst verantwortlich.
Die Angaben zu Anmeldungen, Pflichten und Steuern sind sorgfältig recherchiert und belegt, ersetzen aber keine Rechts- oder Steuerberatung. Ob und welche Genehmigungen, Melde- oder Anzeigepflichten in deinem Fall gelten, entscheidet die für dich zuständige Stelle – Gewerbeamt, Veterinäramt, Finanzamt, IHK oder Handwerkskammer. Kläre das vor dem Start ab. Alle Angaben ohne Gewähr.